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Grundlagen: Ernährung

Als Diabetiker kann man, genauso wie jeder andere Mensch auch, genussvoll Essen und Trinken. Jedoch sollte ein Diabetiker dabei bestimmte Hinweise für eine geeignete Lebensmittelauswahl berücksichtigen. So kann die Ernährung gezielt zur Behandlung des Diabetes mellitus und zur Vorbeugung von Folgeschäden genutzt werden. Das bedeutet, dass die Ernährungsempfehlungen bei Diabetes Typ 1 und 2 auf den allgemein gültigen Empfehlungen zu einer gesunden, ballaststoffreichen Kost aufbaut.




Als Diabetiker kann man, genauso wie jeder andere Mensch auch, genussvoll Essen und Trinken. Jedoch sollte ein Diabetiker dabei bestimmte Hinweise für eine geeignete Lebensmittelauswahl berücksichtigen. Die Ernährungsempfehlungen bei Diabetes Typ 1 und 2 unterscheiden sich nicht von den allgemein gültigen Empfehlungen zu einer gesunden, ballaststoffreichen Kost.

Nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kann etwa die Hälfte der täglich aufgenommenen Energiemenge (45 bis 60 Prozent) aus Kohlenhydraten bestehen. Der Fettanteil sollte bei 25 bis 35 Prozent liegen. Dabei wird empfohlen, dass 10 bis 20 Prozent des Gesamtfettes aus einfach ungesättigten Fettsäuren (in Olivenöl, Avocados) und bestimmten mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl oder Walnüssen, stammen sollten. Die Menge der aufgenommenen Eiweiße (Proteine) sollte 20 Prozent der Gesamtenergie nicht überschreiten. Diese Empfehlung ist nicht einfach umzusetzen, da für die Ernährung bei Diabetes eigentlich kein Diätplan mit festen Mengen nötig ist. Jeder Diabetiker sollte aber über die drei Hauptnährstoffe in ihren unterschiedlichen Verhältnissen in den Nahrungsmitteln informiert sein. Eine persönliche Beratung durch einen Ernährungsberater hilft bei der täglichen Nahrungsauswahl.

Denn um eine vernünftige und gesunde Ernährung einhalten zu können, sollte bekannt sein, was und wie viel in welchem Nahrungsmittel steckt. So gehören zu den Kohlenhydraten alle Zuckerarten und Stärke, die nicht nur in Brot, Kartoffeln und Nudeln sondern auch in Obst enthalten sind.

Fette stecken etwa in Butter, Öl und Speck. Die empfohlenen Fettsäuren können aus (fettem) Fisch und pflanzlichen Quellen (z.B. Öl) aufgenommen werden. Eiweiße finden sich unter anderem in Quark, Käse, Fisch und Fleisch. Damit der empfohlene Anteil der täglichen Energiemenge aus Fett nicht überschritten wird, sollte auch bei den eiweißreichen Nahrungsmitteln auf den Fettanteil geachtet werden und es sollten bevorzugt magere Fleisch- und Käsesorten verzehrt werden.

Denn es gilt für jeden Typ 1 wie Typ 2 Diabetiker, dass das Körpergewicht nicht zu hoch und nicht zu niedrig sollte, da vor allem das Übergewicht weitere Erkrankungen, wie etwa Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann.

Aber nicht nur die Menge der Kohlenhydrate eines Lebensmittels sind wichtig, sondern auch, wie schnell die Kohlenhydrate in das Blut gelangen. Wie schnell und wie stark ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzuckerspiegel erhöht, gibt der glykämische Index an. Je höher der Wert ist, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an. So haben beispielsweise Kartoffeln oder Weißbrot einen höheren glykämischen Index als Birnen oder Möhren. Diabetiker sollten also Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index bevorzugen.

Auch Alkohol ist ein Thema, dass Diabetiker interessiert. In erster Linie gilt auch für Diabetiker, was für jeden anderen auch gilt: Wenn überhaupt Alkohol konsumiert wird, bitte nur in Maßen. Alkohol ist ein Zellgift. Zudem birgt Alkohol für Diabetiker aber eine weitere Gefahr. Aus der Leber wird Zucker ins Blut gebracht. Deshalb kann ein insulinpflichtiger Diabetiker bei Insulinmangel, auch ohne die Aufnahme von Kohlenhydraten, überzuckern. Ist die Leber jedoch mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt, ist dieser Prozess gehemmt. Der Blutzucker sinkt. Je mehr Alkohol von einem Diabetiker getrunken wird, umso stärker und länger wird die Zuckerabgabe aus der Leber gehemmt - es kommt zu einer Hypoglykämie (Unterzuckerung), die mehr oder minder stark sein kann. Es ist nicht berechenbar, wie stark und wie lange die blutzuckersenkende Wirkung von Alkohol anhält.

Spezielle diätetische Lebensmittel für Diabetiker bieten keinen Nutzen in einem Ernährungsplan. Zudem bergen sie die Verlockung, mit dem Kauf des Diätproduktes genug für die Ernährung getan zu haben. Stattdessen sollte sich jeder mit seiner Ernährung auseinandersetzen, Inhaltsstoffe kennen und das Wissen umsetzten können.

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