Newsletter  |  Dienstag, 23. Januar 2018, 03:02 Uhr
Startseite

Diabetes-News

Über Diabetes
Fachthemen
Ernährung
Patientenfragen

Praktische Hilfe
Diabetes und Vorsorge
Klinische Studien
Diabetes-Kalender

Selbsthilfe-Suche
Arzt-/Klinik-Suche

 
 
 
gefördert durch:
 
Therapie des Typ 2 Diabetes mit Tabletten

Der Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Erkrankung, die durch vererbte und erworbene Resistenz gegenüber Insulin und einer Störung der Insulinfreisetzung charakterisiert ist. Die Basis der Therapie bilden Schulung zur Lebensstiländerung, Ernährung und Bewegung. Zusätzlich wird mit einer Metformintherapie begonnen.

Folgende Medikamente beziehungsweise Wirkstoffe/Wirkstoffgruppen werden angewandt:

Metformin
Metformin verbessert die Blutzuckerwerte durch Verminderung der Insulinresistenz vorwiegend an der Leber und zusätzlich im Bereich der Muskulatur, während die Ausschüttung von Insulin nicht beeinflusst wird.

Alpha-Glucosidasehemmer
Acarbose® und Miglitol® verzögern den Abbau von Kohlenhydraten und damit die Aufnahme von Glukose im Darm. Denn beide Stoffe hemmen Verdauungssäfte (Enzyme), die im Darm Zuckerketten (Stärke, Haushaltszucker) in Glukose zerlegen. Dadurch werden nach einer Mahlzeit der Anstieg des Blutzuckerspiegels verzögert und Blutzuckerspitzen gesenkt.

Glitazone bzw. Thiazolidindione
Glitazone werden auch Insulinsensitizer genannt. Sie verbessern die Blutzuckerwerte durch Verminderung der Insulinresistenz am Fettgewebe, an der Skelettmuskulatur und an der Leber. Wenn die Insulin-Empfindlichkeit erhöht wird, gelangt auch wieder mehr Glukose aus dem Blut in die Zellen und kann dort verarbeitet werden.

Sulfonylharnstoffe
Sulfonylharnstoffe regen die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse in die Blutbahn an. Denn bei Diabetes Typ 2 kann im Verlauf der Erkrankung auch die Insulinproduktion verringert sein. Allerdings erfolgt die Freisetzung des Insulins aus der Bauchspeicheldrüse verzögert.

Glinide
Ähnlich wie die Sulfonylharnstoffe stimulieren auch Glinide die körpereigene Herstellung und Freisetzung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Durch die erhöhte Insulinausschüttung kann die Glukose aus der Nahrung wieder besser verwertet werden. Die Insulinfreisetzung erfolgt schneller und weniger langanhaltend als bei den Sulfonylharnstoffen.

DPP-4-Inhibitoren
DPP-4-Inhibitoren verstärken das Inkretin-System, einen natürlichen Körperprozess, der den Blutzuckerspiegel senkt. Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, agieren Inkretine in mehrfacher Weise, um den Körper dabei zu unterstützen, hohe Blutzuckerspiegel zu regulieren: Sie lösen in der Bauchspeicheldrüse die Freigabe von Insulin aus und verhindern die Produktion von Glukose in der Leber. Zusätzlich bestehen regulierende Effekte auf das Sättigungsgefühl.

Wenn jedoch mit Tabletten der Blutzuckerspiegel nicht mehr ausreichend gesenkt werden kann, sollte zur normnahen Einstellung des Blutzuckers Insulin verabreicht werden.

(aus Quiz "Wissen gewinnen" 12/11-21/11/2010)

Darstellung zum Ausdrucken