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Welche therapeutischen Konsequenzen hat die Diagnose eines LADA-Diabetes?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf, zuletzt aktualisiert im Januar 2005:

Zumindest muss man bei der Diagnose eines LADA die Prognose mit dem Patienten besprechen und ihn darauf hinweisen, dass man wahrscheinlich in den nächsten Monaten bis Jahren eine Umstellung auf Insulin vornehmen muss. Die Frage ist, ob es reicht, solche Patienten zunächst mit Diät und Tabletten auf normale Blutzucker und HbA1c-Werte einzustellen, oder, ob es günstiger ist, diese Patienten von vorn- herein auf Insulin einzustellen. Vorläufige Daten weisen darauf hin, dass eine primäre Insulintherapie bei Patienten mit LADA dazu beiträgt, dass sich die Sekretionsleistung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse ver- bessert. Die Frage, ob sich die Langzeitverläufe durch die primäre Insulintherapie günstig beeinflussen lassen, kann nur durch eine kontrollierte vergleichende Lang-zeitstudie beantwortet werden, die wir derzeit durchführen. Mit einer sicheren Antwort kann nicht vor Ablauf von 3 bis 4 Jahren gerechnet werden.

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