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Wie kann die diabetische Retinopathie behandelt werden?

Antwort von Priv.-Doz. Dr. med. Jochen Seißler, Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf, zuletzt aktualisiert im Januar 2005:

Im Zentrum der Therapie einer Netzhauterkrankung (Retinopathie) besteht die optimale Einstellung des Blutzuckers. Hierdurch kann ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden. Bei geringgradigen Veränderungen ist auch eine Normalisierung des Augenbefundes möglich. Neben der Stoffwechseloptimierung sollten alle weiteren Risikofaktoren für Gefäßveränderungen vermindert werden. Dies betrifft besonders den Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung und Übergewicht. Außerdem sollte unbedingt auf Rauchen verzichtet werden. Bei fortgeschrittender nichtproliferativer und bei proliferativer Retinopathie kann es notwendig werden, eine Laserkoagulation zu erwägen. Hierbei wird mit Laserlicht eine veränderte Stelle der Netzhaut koaguliert, d.h. verbrannt und mit dem Augenhintergrund verschweißt. Durch diese Behandlung kann das Risiko für einen schweren Sehverlust um bis zu 50% reduziert werden. Diese Behandlung wird meist mit lokaler Tropfanästhesie durchgeführt, d.h. sie ist für den Patienten mit keinen oder nur geringen Schmerzen verbunden.

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