Ein Service des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorf
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Nahrungsmittelauswahl für eine gesunde Ernährung

Die Ernährung eines Diabetikers unterscheidet sich heutzutage nicht mehr wesentlich von der gesunden Ernährung eines Menschen ohne Diabetes. Auch Personen ohne Diabetes profitieren langfristig von einer gesunden fettarmen und ballaststoffreichen Mischkost.

Generell wirkt es sich günstig auf die Gesundheit aus, wenn Obst und Gemüse aus regionalem Anbau stammen und man sich bei der Auswahl an einem Saisonkalender orientiert. Obst- und Gemüsesorten, die nur kurze Wege statt langer Flugzeiten zurücklegen, sind häufig vitaminreicher und weniger mit Chemikalien belastet. Da auch heimische Produkte oft mit Pestiziden behandelt werden, lohnt es sich auf ein zertifiziertes Bio-Siegel zu achten.

Was kann ich bevorzugt essen und trinken?


Gemse


Foto: DDZ

Empfohlen für den täglichen Verzehr werden alle Gemüse- und Salatsorten und frische Kräuter. Als Rohkost (abhängig von der Sorte) und schonend gedämpftes Gemüse bleibt ein Großteil der Vitamine erhalten. Sättigend sind ebenfalls Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Letztere sind beispielsweise als Tofu erhältlich. Reiner Tofu hat keinen Geschmack, mit der richtigen Würzung lässt sich allerdings eine leckere Mahlzeit zubereiten. Bei Back- und Teigwaren sollten Sie darauf achten, Vollkornprodukte zu nehmen. Vollkornnudeln und Naturreis finden sich in fast jedem Supermarkt. Empfehlenswert sind zudem Körner, Haferflocken, Kartoffeln und frisches Obst.

Wenn Sie Milchprodukte essen und trinken, achten Sie auf einen geringen Fettgehalt (unter 1,5 % Fett bei der Milch, fettarmen Joghurt, Kefir, Buttermilch und Magerquark). Ungesüßte Tees und Mineralwasser können Sie in beliebigen Mengen trinken. Empfohlen werden auch Gemüsesäfte, sie haben weniger Kalorien als reine Fruchtsäfte. Wenn Sie es herzhaft und warm mögen, eignet sich hier besonders die Gemüsebrühe.

Was kann ich in kleineren Mengen essen?


Kse, Nsse

Sie mögen Fleisch und Fisch? Dann bevorzugen Sie fettarmes Fleisch wie Geflügel und mageren Aufschnitt.
Eier, Honig und Rohzucker, helle Nudeln, geschälter Reis, Käse mit einem Fettgehalt unter 45 % Fett i.Tr., Nüsse und Öle sollten nur in kleineren Mengen gegessen werden.

Eine Ausnahme auf dem Speiseplan sollten folgende Lebens- und Genussmittel bilden




Brot und süßes Gebäck aus hellem (Weizen-)Mehl, Zucker, und damit gesüßte Produkte, z.B. Marmelade, Konfitüre, Süßigkeiten, Fruchtsaftgetränke, Limonaden sowie fetthaltige Milchprodukte wie Sahne, Kuchen, Torten, Schokolade, Pralinen, Schmalz, Speck, Sahne, Butter, Plattenfett, fette Aufschnittsorten, fetter Käse (über 45 % Fett i.Tr.) fettige Salatsaucen, Knabbergebäck wie Chips, Erdnussflips sollten eine Ausnahme bilden. Gleiches gilt für alkoholische Getränke. Insbesondere Fertigprodukte, sogenanntes "Convenience Food ( = "bequemes Essen") haben zumeist einen sehr hohen Anteil an versteckten und ungesunden (gehärteten) Fetten, Geschmacksverstärkern und künstlichen Zusatzstoffen.

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