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Was ist das diabetische Fußsyndrom? - Definition

Das diabetische Fußsyndrom steht für einen Komplex von Symptomen, die sich in Folge eines Diabetes mellitus entwickeln können. Der Entstehung des diabetischen Fußsyndroms liegen zwei verschiedene Ursachen zu Grunde. Beim neuropathischen Fuß sind die peripheren Nerven aufgrund jahrelang erhöhter Blutzuckerspiegel geschädigt. Durch die Schädigung der Nerven wird der Spannungszustand der Fußmuskulatur geschwächt. Das durch Bänder und Muskeln aufgerichtete Fußgewölbe sackt zusammen. Bei den betroffenen Diabetikern treten Taubheitsgefühle und schmerzlose Druckstellen an den Fußsohlen oder Zehen auf.

Die Haut ist trocken und verwundbar. Es entstehen Fußgeschwüre, die sich infizieren können und nur schwer wieder verheilen. Bei ca. 70 Prozent aller Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom liegen neuropathische Symptome vor. Beim ischämischen Fuß sterben, infolge arterieller Durchblutungsstörungen, ganze Gewebebezirke ab. Diese Veränderungen liegen bei ca. 20 bis 30 Prozent aller Diabetiker mit diabetischem Fußsyndrom vor. Die Unterscheidung in nervlich bedingte (neuropathische) und durchblutungsbedingte (angiopathische) Schäden der Füße ist sehr wichtig, weil die Behandlung unterschiedlich und teilweise gegensätzlich ist.

Anja Neufang-Sahr, Prof. Dr. med. Werner Scherbaum, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf

Dieser Beitrag wurde inhaltlich zuletzt im August 2001 aktualisiert

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