Ein Service des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorf
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Was passiert, wenn ich nichts unternehme? -Verlauf ohne Therapie, Komplikationen


Auge

Abgesehen von krisenhaften Entgleisungen des Zuckerstoffwechsels (diabetisches Koma, Hyperosmolares Koma), die ohne Therapie selten überlebt werden, entwickeln sich im Laufe der Jahre Schäden an Augen, Nieren, Herz und autonomem Nervensystem. Ohne die konsequente Einstellung des Blutzuckerspiegels durch Diät und eventuell zusätzliche Tabletten (orale Antidiabetika) und/oder Insulin leben Diabetiker mit einer Vielzahl von Erkrankungsrisiken.
Das Spektrum der Augenerkrankungen als Spätkomplikation des Diabetes mellitus ist vielfältig.

Neben den Netzhautschäden (Retino- und Makulopathie), werden Hautentzündungen an Ober- und Unterlid, Beeinträchtigungen aller an der Funktion des Auges beteiligten Nerven, sowie Augendruckveränderungen und Linsentrübungen beobachtet. Alle diese Erkrankungen beeinträchtigen das Sehvermögen und die Lebensqualität des Diabetikers in hohem Maße. In besonders schweren Fällen kann es zur Erblindung des Betroffenen Diabetikers kommen. In Deutschland sind die meisten Erblindungen immer noch auf Diabeteserkankungen zurückzuführen.

Anja Neufang-Sahr, Prof. Dr. med. Werner Scherbaum, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf

Dieser Beitrag wurde inhaltlich zuletzt im Juni 2001 aktualisiert

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