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Wie ist ein Diabetes aufgrund von Hämochomatose einzuordnen?

Antwort von Prof. Werner A. Scherbaum, Deutsches Diabetes-Zentrum Düsseldorf, zuletzt aktualisiert im Januar 2005:

Ein Diabetes aufgrund von Hämochomatose wird weder dem Typ 1 noch dem Typ 2 Diabetes zugerechnet.

Er wird einer dritten Kategorie, den "anderen spezifischen Diabetes-Typen" zugeteilt, und hier zu den Diabetesformen, die bei "Erkrankungen des exokrinen Pankreas" (Bauchspeicheldrüse) auftreten.

Die Hämochromatose ist eine vererbbare Stoffwechselstörung, bei der die Aufnahme von Eisen in den Körper gesteigert ist und eine vermehrte Eisenablagerung im Gewebe erfolgt. Betroffen sind insbesondere Leber, Pankreas, und Haut. Der Diabetes tritt meist als erstes Krankheitszeichen auf.

Die frühzeitige Diagnosestellung ist sehr wichtig, um durch eine geeignete Therapie die Entstehung einer Leberzirrhose zu verhindern. Für die Diagnosestellung wegweisend ist ein hoher Insulinbedarf. Der Diabetes bei Hämochromatose ist vor allem durch einen Untergang von insulinproduzierenden Zellen, durch eine Hemmung der Insulinsekretion und eventuell eine zirrhosebedingte Insulinpersistenz bedingt. Zur Behandlung des Diabetes sind meist hohe Insulindosen erforderlich.

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