Ein Service des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorf
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Am Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf durchgeführte Studie zur Messung des Blutzuckers am Unterarm im Vergleich zur Fingerkuppe


Antworten von Prof. Dr. med. T. Koschinsky, Studienleiter, Deutsches Diabetes-Forschunginstitut, Düsseldorf, 13.07.01


1.Frage: Wieso wurde in der Studie den Probanden das Insulin intravenös verabreicht?

Antwort: Die intravenöse Insulingabe erfolgte aus Standardisierungsgründen zur besseren Vergleichbarkeit der Studienteilnehmer.


2.Frage: Kann man das Ergebnis der Studie "eins zu eins" auf die Fälle übertragen, in denen mit normalem Altinsulin und Basalinsulin behandelt wird?

Antwort: Eine "eins zu eins-Übertragung" ist aufgrund dieser Daten alleine nicht zulässig. Daten aus dem Diabetikeralltag anderer Untersuchungsgruppen, die auf den Diabetestagungen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft Ende Mai 2001 in Aachen und der Amerikanischen Diabetesgesellschaft Ende Juni 2001 präsentiert worden sind, sprechen aber dafür, dass bei raschen Blutzuckeränderungen ähnliche Differenzen wie in unserer Studie auftreten können.


3.Frage: Mit welcher Methode wurde am Unterarm Blut entnommen? Handelte es sich um eine nichtinvasive Methode (z.B. GlucoWatch)?

Antwort: Es wurde mit der gleichen Methode wie am Finger Blut abgenommen (FreeStyle, SoftSense, One Touch Ultra). Es handelte sich nicht um eine nichtinvasive Methode, speziell auch nicht um GlucoWatch. Im Gegenteil, GlucoWatch muss sich auch mit Problemen der raschen Blutzuckeränderung auseinandersetzen. Gezielte Untersuchungen diesbezüglich liegen meines Wissens aber für GlucoWatch bisher nicht vor.

Redaktion: Dr. med. M. Stapperfend, Prof. Dr. med. W. A. Scherbaum

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