Ein Service des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorf
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Informationen über Blutuntersuchungen zur Feststellung des Risikos für Diabetes Typ 1

Prof. Dr. med. Stephan Martin, Deutsche Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung, März 2005:

Mit einem Bluttest kann man feststellen, ob bei Ihnen in den nächsten Jahren ein erhöhtes Risiko für Typ 1 Diabetes besteht. Die meisten (über 80 %) Blutergebnisse sind negativ und bedeuten damit, daß nach heutigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko für Typ 1 Diabetes besteht. Insgesamt werden in der Regel vier verschiedene Blutteste durchgeführt. Diejenigen, bei denen mindestens zwei Teste ein positives Ergebnis zeigen, tragen ein deutlich erhöhtes Diabetesrisiko. Fällt nur ein Testergebnis positiv aus, so empfehlen wir jährliche Kontrollen, um beim Auftreten erster leichter diabetischer Symptome mit einer Insulintherapie beginnen zu können. Damit kann eine schwere Stoffwechselentgleisung, wie sie häufig bei Beginn des Typ 1 Diabetes beobachtet wird, vermieden werden.

Sie wissen wahrscheinlich, daß nahe Verwandte einer Person mit Typ 1 Diabetes (auch bezeichnet als insulinabhängiger oder jugendlicher Diabetes) ein erhöhtes Risiko haben, selbst an Diabetes zu erkranken. Es stehen Bluttests zur Verfügung, mit deren Hilfe man recht sicher die gefährdeten Angehörigen erkennen und von denen unterscheiden kann, die kein erhöhtes Erkrankungsrisiko tragen. Gegenwärtig gibt es jedoch keine Behandlung, mit der man den Ausbruch des Diabetes verhüten könnte.

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