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BARIATRIX Studie – Nutzen der bariatrischen Chirurgie zur Verbesserung der Insulinsensitivität

In der BARIATRIX Studie werden die kurz- und längerfristigen Effekte der bariatrischen Chirurgie auf den Energiestoffwechsel und die Insulinsensitivität bei schwer adipösen Patienten untersucht.




Hintergrund und Studienziel

Neben der Behandlung der Adipositas durch Therapiekonzepte bestehend aus den Säulen Ernährungs- und Bewegungstherapie sowie Verhaltensmodifikation, werden zunehmend Operationen (bariatrische Chirurgie) eingesetzt. Erste Studien zur bariatrischen Chirurgie haben den positiven Langzeiteffekt auf das Körpergewicht, Begleiterkrankungen und Lebensdauer belegt. Es hat sich gezeigt, dass Operationen wie Magenband, Schlauchmagenbildung oder Magenbypass oft schon nach kurzer Zeit mit einer Verbesserung des Zuckerstoffwechsels einhergehen. Bei der Magenbypass Operation mit vorbestehendem Typ 2 Diabetes stellt sich je nach Krankheitsdauer und -verlauf häufig sogar eine Heilung des Diabetes ein. Die Patienten benötigen kein Insulin mehr. Bisher konnte allerdings nicht geklärt werden, worauf die positiven Effekte beruhen. Die Gewichtsabnahme allein kann dafür nicht verantwortlich sein.

Eine sorgfältige klinische Untersuchung von Patienten vor und nach einer bariatrischen Operation wird es zukünftig erlauben, den Nutzen bariatrischer Verfahren für die Patienten genau zu definieren. Dies kann die Grundlage zur Festlegung neuer Zuweisungskriterien liefern. Zudem könnten sich neue Konzepte zur Therapie von Adipositas und dessen Begleiterkrankungen ergeben.

Studiendesign und Untersuchungsprogramm

Einige Tage vor der Operation erfolgen spezielle Stoffwechseluntersuchungen, die derzeit im Krankenhaus routinemäßig nicht angeboten werden, jedoch zur genauen Bestimmung des Zucker- und Fettstoffwechsels seit langem zum Einsatz kommen. Dabei wird untersucht, wie viele Kalorien Sie in Ruhe verbrauchen, wie gut Ihre Fettverbrennung funktioniert, wie sich das Fett in Ihrem Körper verteilt und wie hoch das Ausmaß von Fettablagerung in Ihrer Leber ist. Auch die Funktion der Kraftwerke in der Zelle (Mitochondrien) lässt sich genau bestimmen. Wir untersuchen, wie gut Ihre Bauchspeicheldrüse funktioniert, ob Sie genug Insulin ausschütten und wie gut das Insulin zur Aufnahme von Zucker im Gesamtkörper wirkt. Dazu erhalten Sie Infusionen (Insulin/Zucker), während Ihnen in regelmäßigen Abständen kleine Mengen Blut abgenommen werden. Ihren Energiestoffwechsel ermitteln wir durch die Analyse Ihrer Atemluft für 30 Minuten (indirekte Kalorimetrie).

Wenn Sie damit einverstanden sind, erfolgt zusätzlich nach lokaler Betäubung die Entnahme einer kleinen Probe aus dem Bauchfett und dem seitlichen Oberschenkelmuskel. In unseren Untersuchungen erhalten Sie keine körperfremden Stoffe oder Medikamente, der genaue Ablauf wird Ihnen im Vorfeld erklärt.

Ihre Befunde und eine genaue Erklärung erhalten Sie von Ihrem Studienarzt. Am Tag Ihrer Operation sichern wir Blut- und Gewebeproben für spätere Analysen. Im Jahr nach Ihrer Operation werden wir die Verbesserung Ihres Stoffwechsels beobachten. Geplant sind hierfür vier Nachuntersuchungen (~2 Wochen, 3, 6, 12 Monate nach der Operation). Der Zeitaufwand hierfür beträgt für Sie jeweils 6-8 Stunden und wird  mit jeweils 600 Euro entschädigt. Sollten Sie weniger Zeit haben, können wir ein Untersuchungsprogramm mit geringem Zeitaufwand anbieten.

Nutzen Sie die Gelegenheit, mehr über Ihren Körper zu erfahren!
Geben Sie bitte Ihrem Chirurgen Bescheid und erlauben Sie uns, Sie für nähere Auskünfte zu kontaktieren.


Falls Sie Interesse an dieser Studienteilnahme haben, melden Sie sich hier an



Studienleitung:

Kontakt:

Dr. Chrysi Koliaki (PhD), Dr. Julia Szendroedi (PhD), Professor Dr. Michael Roden

Klinisches Studienzentrum
Deutsches Diabetes-Zentrum
Auf’m Hennekamp 65
40225 Düsseldorf

E-Mail: Chryssi.Koliaki@ddz.uni-duesseldorf.de, julia.szendroedi@ddz.uni-duesseldorf.de
Tel.: 0211 3382-698 und -699
www.ddz.uni-duesseldorf.de

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