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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Antwort von Prof. Dr. med. Dan Ziegler, Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut Düsseldorf, Oktober 2002:

Die wichtigste Maßnahme gegen die diabetischen Nervenerkrankungen besteht darin, ihnen vorzubeugen. Je früher der Patient nach der Feststellung seines Diabetes langfristig eine möglichst optimale Diabeteseinstellung erreicht, umso größer ist seine Chance, daß er diesen Folgeschäden im Laufe seines Lebens nicht begegnen wird.

Es gibt aber neben der langfristig unzureichenden Diabeteseinstellung noch weitere Faktoren, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der diabetischen Nervenerkrankungen spielen. So tragen ein übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen zu einer Nervenschädigung bei, so daß diese Risikofaktoren aus Gründen der Vorbeugung unbedingt gemieden werden sollten.

Insbesondere bei starken Schmerzen oder unangenehmen Kribbeln ist neben der guten Diabeteseinstellung nicht selten auch eine zusätzliche medikamentöse Behandlung erforderlich, um die Lebensqualität des Patienten zu erhalten. Hier stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die in der Regel gut helfen. Auch die vielfältigen Beschwerden seitens der autonomen Nervenerkrankungen (siehe Tabelle) können medikamentös behandelt werden.

Bei Patienten mit Muskelschwäche oder Lähmungen hilft eine regelmäßige krankengymnastische Betreuung.

Allgemein ist auf eine ausreichende körperliche Bewegung zu achten. Hingegen können Druckgeschwüre nur abheilen, wenn sie konsequent durch Bettruhe und anschließend durch Vorfußentlastungsschuhe (Fersensandalen) entlastet und sachgemäß lokal durch regelmäßige Abtragung von Hornhaut- und Geschwürsgewebe sowie antibiotisch behandelt werden. Nach Abheilung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem qualifizierten orthopädischen Schuhmacher die Anpassung von orthopädischem Schuhwerk, um damit einer erneuten Ausbildung von Geschwüren vorzubeugen.

Inzwischen gibt es an verschiedenen Kliniken Fußambulanzen, die speziell Fußprobleme bei Diabetikern behandeln. Besonders wichtig für Diabetiker mit einer Nervenerkrankung ist die richtige Fußpflege. Die Anleitung hierzu ist fester Bestandteil jeder Diabetikerschulung. Die Füße sollten jeden Abend kontrolliert werden, wobei insbesondere auf kleine Verletzungen, Wunden, Hautverfärbungen, Hornhaut, rissige Haut, Schwielen, Blasen, Fußpilz und eingewachsene Nägel zu achten ist. Als Grundregel bei der Fußpflege ist die Vermeidung von Verletzungen anzusehen, so daß die Benutzung von scharfen Gegenständen hierbei ungeeignet ist.

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