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Ein guter Lebensstil schützt vor Typ 2 Diabetes

Menschen mit einem hohen Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, können durch eine Veränderung ihres Lebensstils das Risiko dauerhaft senken. Finnische Wissenschaftler um Jaana Lindström (Nationales Gesundheitsinstitut, Helsinki) konnten diesen Effekt in einer Studie nachweisen.




Ein gesunder Lebensstil senkt das Diabetesrisiko.
Foto: 5 am Tag / www.machmit-5amtag.de

Die Wissenschaftler untersuchten 522 übergewichtige Menschen – 172 Männer und 350 Frauen – im Alter von 40–64 Jahren. Alle Studienteilnehmer wiesen eine verminderte Glukosetoleranz auf.

Die Teilnehmer wurden im Zeitraum von 1993 bis 1998 zufällig auf zwei Gruppen aufgeteilt: 265 Teilnehmer nahmen an einem Programm zur Lebensstiländerung teil, die übrigen 257 Teilnehmer gehörten zur Kontrollgruppe. Während die Teilnehmer der Kontrollgruppe nur allgemeingültige Informationen über einen gesunden Lebensstil erhielten, wurden die Teilnehmer der Interventionsgruppe intensiv betreut. Sie erhielten ausführliche Anleitungen dazu, wie sie Gewicht reduzieren, ihre Ernährung verändern und vermehrt Bewegung in ihren Alltag einbauen könnten. Dabei sollten sich die Studienteilnehmer mindestens vier Stunden pro Woche aktiv körperlich betätigen und die tägliche Ernährung sollte aus weniger als 30% Gesamtfett pro Tag bestehen. Die Nahrung sollte zudem mindestens 15 Gramm Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien enthalten.

Einmal im Jahr führten die Wissenschaftler mit allen Teilnehmern einen oralen Glukosetoleranztest (OGTT) durch, um zu überprüfen, ob die Studienteilnehmer an einem Typ 2 Diabetes erkrankt waren. Die Forscher überprüften aber auch, inwieweit die Teilnehmer ihren Lebensstil tatsächlich geändert hatten.

Die Teilnehmer wurden durchschnittlich vier Jahre lang begleitet. Danach waren die Teilnehmer der Interventionsgruppe immer noch frei von Diabetes. 200 Teilnehmer der Interventionsgruppe und 166 Teilnehmer der Kontrollgruppe waren bereit, weiterhin an der Studie teilzunehmen. Die Studie endete 2009, sodass die Wissenschaftler die Entwicklung der Studienteilnehmer über eine Zeitspanne von neun bis 13 Jahren beobachten konnten.

Fazit
Die Teilnehmer der Interventionsgruppe hatten im Vergleich zu den weniger intensiv begleiteten Teilnehmern der Kontrollgruppe ein deutlich niedrigeres Risiko, an Diabetes zu erkranken. Die intensiv betreuten Teilnehmer wiesen dauerhaft ein niedrigeres Körpergewicht auf. Ebenso fielen ihr Nüchternblutzucker und der 2-Stunden-Wert des OGTT niedriger aus. Die Wissenschaftler konnten in ihrer Studie also einen dauerhaft anhaltenden und schützenden Effekt der Lebensstiländerung nachweisen.


Dr. Dunja Voos, Pulheim, freie Mitarbeiterin von Diabetes-heute.de, Deutsches Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Quelle:
J. Lindström et al. (Nationales Institut für Gesundheit, Helsinki, Finnland): Improved lifestyle and decreased diabetes risk over 13 years: long-term follow-up of the randomised Finnish Diabetes Prevention Study (DPS), Diabetologia, February 2013, Volume 56, Issue 2, pp 284-293, DOI 10.1007/s00125-012-2752-5 http://link.springer.com/article/10.1007/s00125-012-2752-5

 

Probanden für Ernährungs- und Bewegungsintervention bei erhöhtem Diabetesrisiko gesucht:




In der PLIS-Studie (Prädiabetes-Lebensstil-Interventions-Studie) soll herausgefunden werden, welche Intensität an Lebensstilintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes erfolgreich das Risiko senkt.
Weitere Informationen finden Sie hier.

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