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Vitamin D und Typ 2 Diabetes

In einer aktuellen Studie konnten Wissenschaftler aus Düsseldorf, München und Ulm zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin D-Spiegeln im Serum und dem Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, besteht.




Vitamin D wird mithilfe von Sonnenlicht in der Haut gebildet und spielt eine wichtige Rolle beim Knochenaufbau. Ein Mangel kann aber auch das Risiko erhöhen, an Typ 2 Diabetes zu erkranken.

Vitamin D gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine. In geringem Ausmaß kann dieses Vitamin mit der Nahrung aufgenommen werden, hauptsächlich wird es jedoch durch ausreichende Einwirkung von Sonnenlicht auf die Haut vom Körper selbst produziert. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Kalziumhaushalt, indem es den Knochenaufbau und -abbau reguliert. Darüber hinaus besitzt es aber auch anti-entzündliche Eigenschaften.

Vitamin D bei chronischen Entzündungsprozessen

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass  chronische, unterschwellig verlaufende Entzündungsprozesse eine wichtige Rolle für das Diabetes- und Herzkreislauf-Risiko spielen.
In der vorliegenden Studie haben Wissenschaftler aus dem Helmholtz Zentrum München, dem Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf und der Universität Ulm den Zusammenhang zwischen Vitamin D im Serum und dem Auftreten eines Typ 2 Diabetes untersucht. Die Forscher gingen auch der Frage nach, ob diese Wechselbeziehung durch eine unterschwellig verlaufende Entzündung vermittelt werden kann. Die Untersuchungen von insgesamt 1683 Männer und Frauen im Alter zwischen 35 und 74 Jahren ergaben, dass ein statistisch bedeutsamer Zusammenhang zwischen neu auftretendem Typ 2 Diabetes und niedrigen Vitamin D-Serumspiegeln besteht.

Niedriger Vitamin D-Status ist mit hohem Typ 2 Diabetes-Risiko assoziiert

Die Ergebnisse dieser Studie zum Diabetes-Risiko stützen die Aussagen früherer Untersuchungen. Erstmals konnte gezeigt werden, dass der umgekehrt proportionale Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem Auftreten eines Typ 2 Diabetes teilweise durch die unterschwelligen Entzündungsreaktionen erklärt werden könnte. In weiteren Studien müssen die Rolle des Alters sowie der Einfluss von Sexualhormonen überprüft werden. Auch ist bislang nicht klar, in wieweit eine Vitamin D-Supplementation das Risiko für den Typ 2 Diabetes zu senken vermag.


Dipl.-Biol. Gunilla Erdmann, Mitarbeiterin von Diabetes-heute.de, Deutsches Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Quelle:
Thorand, B., Zierer, A., Huth C., Linseisen, J., Meisinger, C., Roden, M., Peters, A., König, W., Herder, C.: Effect of Serum 25-Hydroxyvitamin D on Risk for Type 2 Diabetes May Be Partially Mediated by Subclinical Inflammation. Diabetes Care Publish Ahead of Print, published online August 26, 2011

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