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Sommerzeit ist Barfußzeit - auch für Diabetiker?

(10.08.2010) Viele Menschen sind im Sommer gern barfuß: in der Natur, am Strand und manchmal auch in den Städten. Diabetiker sollten bei diesem Sommervergnügen jedoch vorsichtig sein, rät Prof. Michael Roden, Direktor des Deutschen Diabetes-Zentrums und der Klinik für Stoffwechselkrankheiten am Universitätsklinikum Düsseldorf.




Denn selbst kleinste Verletzungen an den Füßen können bei Diabetikern schwere Folgen haben. So kann sich eine nicht bemerkte oder nicht sachgemäß behandelte Fußverletzung entzünden und zu einem Geschwür auswachsen. Schlimmstenfalls hat dies eine Amputation zur Folge. "Es ist wichtig, dass Diabetiker ihren Füßen besondere Beachtung schenken: passendes Schuhwerk, professionelle Fußpflege und eine aufmerksame Kontrolle der Füße auf Verletzungen hin muss für jeden Diabetiker Standard sein. Ein Diabetiker sollte wegen der möglichen Verletzungsgefahren besser nicht barfuß laufen", so Roden.
Ist es doch einmal zu einer Verletzung gekommen, sollte sich kein Diabetiker scheuen rasch eine podologische Fachpraxis oder seinen Arzt aufzusuchen.

Eine Folge des Diabetes können Durchblutungsstörungen und Nervenschäden, die so genannte diabetische Neuropathie, sein. Der Patient empfindet beispielsweise in den Beinen und Füßen nichts mehr - er merkt nicht, wenn er sich verletzt. Aufgrund der Durchblutungsstörungen wird das Gewebe nicht mehr richtig versorgt. Zu hohe Blutzuckerwerte behindern die Heilung ebenso.

Der Heilungsprozess dauert länger und ist komplizierter als bei einem gesunden Menschen. Eine scheinbar von außen zugeheilte Verletzung am Fuß kann tief im Gewebe noch entzündet sein und ein Geschwulst ausbilden. Ein gut eingestellter Diabetes mellitus schützt vor der Entwicklung einer Neuropathie und weiterer Komplikationen, wie etwa an den Füßen.

Nicole Waschke, Online-Redaktion Diabetes-heute.de, Deutsches Diabetes-Zentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung

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