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Archiv: Newsmeldungen Juni 2008


Aktuelle Newsmeldungen finden Sie hier in der Newsübersicht.


Erhöhte Blutzuckerwerte bei Schwangeren gefährden das Kind
Dr. med. Helmut Josef Kleinwechter Ergebnisse für Mutter und Kind - weltweite HAPO-Studie wurde veröffentlicht

(30.06.2008) Nicht nur ein bekannter Diabetes bei Schwangeren, sondern auch Vorstufen davon gefährden die Kinder. Das bestätigen Daten der weltweiten HAPO-Studie. Diabetologen fordern daher erneut, alle Schwangeren in Deutschland auf Gestationsdiabetes zu testen.

Gehstrecke liefert Informationen zur Überlebensprognose bei pAVK
(27.06.2008) Diabetiker sind generell gefährdeter, frühzeitig Gefäßschäden zu erleiden und Herzkreislaufkrankheiten zu entwickeln. Hierzu gehört auch die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), bei der Durchblutungsstörungen in den Beinen zu Beschwerden führen und die meist mit einer fortgeschrittenen Gefäßverkalkung im gesamten Körper einhergeht. Eine Studie aus den USA zeigt, dass sich die Überlebensprognose der Betroffenen mit einer einfachen Messung von Gehstrecke und Schrittgeschwindigkeit abschätzen lässt.
Niedrigere Zielwerte für Blutdruck und LDL Cholesterin beeinflussen Arterioskleroseentwicklung
(25.06.2008) Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Verantwortlich dafür sind vor allem kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte. Die Kontrolle dieser Risikofaktoren hat in der Diabetesbehandlung neben einer guten Blutzuckereinstellung höchste Priorität.
Nahrungsfette regulieren Glukosespiegel über Darm-Gehirn-Leber Achse
(23.06.2008) Wissenschaftler aus Kanada haben einen neuen Signalweg identifiziert, der zur Regulation der Glukosespiegel beiträgt. Die Aufnahme fetthaltiger Nahrung wird als Information vom Darm an das Gehirn und von dort an die Leber weitergeleitet: Die Leber drosselt ihre Glukoseproduktion und der Blutzuckerspiegel sinkt. Bei übermäßiger Fettaufnahme funktioniert dieser Regelmechanismus nicht mehr – ein weiterer Erklärungsansatz für den Zusammenhang zwischen „falscher“ Ernährung und Typ 2 Diabetes.
Halten Gelenkbeschwerden Diabetiker vom Sport ab?
(19.06.2008) Es ist schon lange bekannt, dass körperliche Aktivität die Blutzuckereinstellung bei Diabetikern erleichtert. In einigen Fällen kann Sport in Verbindung mit einer Gewichtskontrolle die medikamentöse Therapie beim Typ 2 Diabetes sogar ganz ersetzen. US-amerikanische Gesundheitswissenschaftler vermuteten, dass eine gleichzeitig bestehende Arthrose (Osteoarthritis) oder gar Gelenkentzündung (Arthritis) möglicherweise viele Diabetiker davon abhält, sich sportlich zu betätigen.
Signalweg vom Übergewicht zur Hyperinsulinämie entdeckt
(16.06.2008) Bei Menschen mit deutlichem Übergewicht findet man in der Regel auffällig hohe Insulinspiegel im Blut: die Insulin-produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse sind bei Fettsüchtigen vergrößert und stellen mehr Insulin her, als bei schlanken Menschen. Dabei stellt sich die Frage, auf welchem Wege die Betazellen bei Übergewichtigen das Signal bekommen, mehr Insulin zu produzieren. Dr. Sven Schinner in der Gruppe von Herrn Prof. Scherbaum an der Universität Düsseldorf hat einen grundlegenden Mechanismus identifiziert, der zur Klärung dieses Zusammenhangs beiträgt: Es geht um den Wnt-Signalweg.
Konzentration von Resistin bei Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes erniedrigt
Schwangere Frau (12.06.2008) Das Protein Resistin wird bei schwangeren Frauen von der Plazenta gebildet und freigesetzt. Bisher wurden erhöhte Resistinkonzentrationen im Serum gesunder, schwangerer Frauen in der zweiten Schwangerschaftshälfte nachgewiesen, jedoch blieb die Frage nach einem Zusammenhang von Resistin und einer auftretenden Insulinresistenz während einer Schwangerschaft noch ungeklärt.
Neue große Studie bestätigt Vorteile einer strengen Blutzuckerkontrolle
(09.06.2008) Gute Nachrichten von der 68. Wissenschaftlichen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) in San Francisco: Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der großen ADVANCE-Studie bei mehr als 11.000 Typ 2 Diabetikern bestätigen, dass sich eine Absenkung des Blutzuckerlangzeitwertes HbA1c auf deutlich unter 7,0 % in jedem Fall lohnt.
Therapie mit Vildagliptin bremst Verlust der Betazellfunktion
Blutzuckermessung am Finger (06.06.2008) Die Substanzgruppe der DPP4-Hemmer hat die Behandlungsoptionen für den Typ 2 Diabetes erweitert. Neben dem bereits seit etwa einem Jahr zugelassenen Präparat Sitagliptin (Januvia®) ist nun auch Vildagliptin (Galvus®) auf dem deutschen Markt verfügbar. Beide Substanzen haben eine gute blutzuckersenkende Eigenschaft und sie sind insbesondere sehr gut verträglich.
Aktuelle Daten unterstützen Selfish-Brain-Hypothese:
Warum Übergewicht und Diabetes im Gehirn entstehen
(04.06.2008) Bisher vermuteten Diabetesforscher die Ursache von Diabetes mellitus Typ 2 im zunehmenden Wirkungsverlust des Hormons Insulin, der Insulinresistenz. Für Professor Dr. med. Achim Peters von der Universität Lübeck dagegen steht die Unfähigkeit des Gehirns, sich der körpereigenen Zuckerspeicher zu bedienen, am Anfang der Erkrankung: Das Gehirn fordert mehr Energienachschub an, als für den Körper gut ist.
Schwangerschaftsdiabetes - Gute Nachricht für Betroffene
Metformin im Vergleich zu Insulin beim Gestationsdiabetes - MiG-Studie veröffentlicht

(02.06.2008) Der Gestationsdiabetes kann i. d. R. nur durch ein Screening erkannt werden. Mit der Erkennung und Behandlung können Schäden für Mutter und Kind vermieden werden. Wie eine aktuelle Studie aus Neuseeland und Australien zeigt, braucht  in Zukunft nur ein Teil von Frauen mit Gestationsdiabetes mit Insulin behandelt zu werden. Bei der sehr viel einfacheren Therapie mit Metformin-Tabletten besteht kein erhöhtes Risiko für Mutter und Kind - gute Nachricht für die Betroffenen.