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Diabetes und Vorsorge - eine wissensbasierte Information

Diese Information richtet sich an Frauen und Männer ab dem 40. Lebensjahr, bei denen bisher kein Typ 2 Diabetes mellitus festgestellt wurde. Sie richtet sich auch an Angehörige, Freundinnen, Freunde und Bekannte, die Sie bei der Entscheidung über die Teilnahme an der Früherkennung unterstützen.

Was sind die Ziele dieser Information?

Die vorliegende Information soll Ihnen eine Grundlage geben, um eine gut informierte Entscheidung treffen zu können. Sie werden keine Empfehlungen vorfinden, sondern sachlich aufbereitete Angaben. Die Information richtet sich nicht an Personen mit der Diagnose Diabetes mellitus. Sie enthält daher auch keine Aussagen zur Behandlung des Diabetes. Sie enthält umfassende Informationen über die Früherkennung von erhöhten Blutzuckerwerten (EBZW) sowie über Maßnahmen, die die Entstehung eines Typ 2 Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und ihrer Komplikationen, also Schäden an Herz-Kreislauf-System, Augen, Nieren und Nerven, verhindern möchten. Die Information fasst die in der wissenschaftlichen Literatur vorhandenen Erkenntnisse zum Thema zusammen. Sie orientiert sich in der Auswahl der Inhalte und der Darstellungsweise an internationalen Standards (evidenzbasierte Information). Die Information wurde von Bürgerinnen und Bürgern auf Verständlichkeit überprüft. Die Inhalte wurden von Expertinnen und Experten im Bereich der Diabetologie kritisch gelesen und geprüft.

Woher stammen die Informationen?

Die Informationen stammen aus methodisch hochwertigen Studien zur Wirksamkeit von diagnostischen und therapeutischen Verfahren. Für alle Informationen wird jeweils der vollständige Herkunftsnachweis angegeben. Studien aus anderen Kulturkreisen, wie China oder Japan wurden nicht berücksichtigt, da die Ergebnisse nicht übertragbar sind. Der Inhalt dieser Information entspricht dem Forschungsstand im Mai 2009.

 

Erhöhte Blutzuckerwerte (EBZW)

Früherkennung

Test zur Früherkennung

Vorteile der Früherkennung

Wissenschaftliche Studien und Maßnahmen zur Verhinderung des Typ 2 Diabetes

Literaturquellen

 

Wie kann die Wirksamkeit von Medikamenten und anderen Behandlungen nachgewiesen werden?

Aussagen zur Wirksamkeit von Therapien können nur Studien entnommen werden, die mehrere Gruppen verglichen haben. So wird z.B. eine Gruppe, die eine neue Behandlung bekommen hat, mit einer Gruppe verglichen, die eine Vergleichsbehandlung (z.B. mit Scheinmedikament) erhalten hat. Die Zuordnung der Studienteilnehmerinnen und Studienteilnehmer in die Gruppen muss dabei nach dem Zufallsprinzip erfolgen. Diese Studien werden auch randomisiert-kontrollierte Studien genannt. Zu einigen in dieser Information diskutierten Behandlungen fehlen Daten aus solchen randomisiertkontrollierten Studien. An der entsprechenden Stelle finden Sie dann den Hinweis, dass diese Maßnahme noch nicht auf ihre Wirksamkeit untersucht wurde.


Wie kann die Aussagekraft diagnostischer Tests untersucht werden?
Bevor ein diagnostischer Test in der Praxis eingesetzt werden kann, muss er in wissenschaftlichen Studien auf seine Verlässlichkeit untersucht werden.

Wie kann nachgewiesen werden, dass die Früherkennung Vorteile mit sich bringt?

Dazu wird ebenfalls eine randomisiert-kontrollierte Studie mit 2 Gruppen benötigt. Die eine Gruppe nimmt an der Früherkennung mit anschließender Behandlung teil, die andere nicht. Wenn mit der Früherkennungsgruppe dann Risikofaktoren oder Vorstadien von Erkrankungen aufgedeckt werden, werden Behandlungen angeboten. Am Ende der Studie wird dann geprüft, ob die Gruppe der Personen mit Früherkennung tatsächlich im Vorteil ist.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dieser Information all die Informationen liefern konnten, die Sie für Ihre persönliche Entscheidung über die Früherkennung von erhöhten Blutzuckerwerten benötigen. Ziel dieser Information ist es nicht, Sie von einer positiven oder negativen Beurteilung der Früherkennung zu überzeugen. Darum enthalten sich die Autorinnen bewusst eines eigenen Werturteils zum Thema.